[Rezension] Haus der Furcht - Iain Rob Wright




Autor: Iain Rob Wright
Titel: Haus der Furcht
Originaltitel: The Housemates
Seitenanzahl: 310
Erscheinungsdatum: 7. April 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: Egmont LYX
Buch oder Netflix? Netflix





Eine Show, drei Versprechen: zehn Tage, zwölf Konkurrenten und zwei Millionen Dollar in bar. Was für Damien Bank als die größte Chance seines Lebens beginnt, entpuppt sich als sein schlimmster Alptraum. Eingesperrt in ein Haus mit elf Fremden hört er nur die dröhnende Stimme des „Vermieters“ aus den Lautsprechern. Damien muss sich mit den anderen einen Wettkampf liefern, bei dem es nicht nur um Geld geht, sondern um sein blankes Leben. Fest steht, er kann niemandem trauen, schon gar nicht, als eine Liste mit Begriffen an der Wand auftaucht: Betrug, Mord, Missbrauch, Hurerei, Verrat, Täuschung, Drogenhandel, Raub, Kreuzritter, Dieb. Was bedeutet die Liste, und wer verbirgt sich hinter dem Vermieter? Um das herauszufinden, muss Damien um jeden Preis gewinnen, denn jeden Verlierer erwartet der Tod. Mögen die Spiele beginnen … 


Ich finde es sehr schwierig, dieses Buch zu bewerten. Einerseits kommt es innovativ daher und hat mich teils schon gefesselt, andererseits könnte es auch als der 23. Teil von SAW durchgehen. Doch von Anfang an (wobei ich mir größte Mühe gebe, nicht zu spoilern): 

Damien, der Protagonist ist 23 Jahre alt und will die 2 Millionen Preisgeld für seinen Freund Harry gewinnen. Ausgehend davon, dass er an einer Art Big Brother teilnimmt, lässt er sich darauf ein, sich mit 11 anderen in ein Haus sperren zu lassen. Ist die Stimmung auch Anfangs noch recht lustig und feuchtfröhlich, ändert sich dieses bald mit der ersten Aufgabe, die zwar seltsam daherkommt, aber noch keinen Grund zur Sorge bereitet, was sich jedoch schnell ändert. Bald wird allen klar, dass sie dort wohl nicht alle lebend rauskommen werden. Und hier merkte ich dann langsam auch, dass ich weniger einen Thriller las, als mehr einen Horrorroman. Wobei der nicht als paranormaler Horror, sondern als menschlicher Horror daherkommt. Wogegen ich prinzipiell nichts habe, allerdings machte es zwischendurch den Eindruck, als seien einige Gewaltszenen nur der Gewalt wegen eingebaut. Es wirkte teils gezwungen, als ob nun auf Teufel komm raus Blut fließen müsste. Fand ich sehr schade, weil die Grundidee an sich gut war und ich mir gewünscht hätte, dass mehr mit dem psychologischen Aspekt gespielt wird.

Leider blieb die Story an sich auch recht oberflächlich. Was an einem Tag passiert, wird am Nächsten kaum noch erwähnt. Nur mal als Beispiel: an einem Tag passieren allen Kandidaten ganz schreckliche Dinge mit ihren Händen. Da redet am nächsten Tag keiner mehr von. Als ob es nie geschehen wäre. Und so geht es leider die ganze Zeit. Es ist mehr eine Aneinanderreihung von Geschehnissen, die aber meistens (sicherlich gibt es auch andere Beispiele) nicht in Zusammenhang miteinander stehen. Schade! Auch hier hätte es dem Buch gut getan, bessere Verbindungen herzustellen und auf vergangene Dinge mehr einzugehen.

Leider war mir auch der Hauptplot schnell klar. Was ich damit meine, kann ich hier nicht ohne riesig zu spoilern schreiben, aber wenn man schon nach der Hälfte des Buches mit Sicherheit weiß, wer da mit gezinkten Karten spielt, nimmt das schon etwas die Spannung raus. Und was Spannung angeht, konnte das Ende leider auch nicht überzeugen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das nun ein Cliffhanger am Ende war oder einfach eine gewöhnungsbedürftige Art, ein Buch zu beenden.

Letztendlich kann ich allerdings sagen, dass es gut lesbar war, der Schreibstil war angenehm. Daher trotz aller Kritik noch 2 Kleckse, die eindeutig der Grundidee und dem flüssigen Schreibstil zu schulden sind.

Leider für mich nicht wirklich überzeugend und stellenweise zu gewalttätig und blutig.





Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

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