[Rezension] play2live - Kirsty McKay




Autorin: Kirsty McKay
Titel: play2live
Originaltitel: Killer Game
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsdatum: 18. März 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: Carlsen
Buch oder Netflix? Buch!





Jetzt wird es ernst. Killer geht los – und Cate ist dabei! Die Regeln sind klar: Ein Mörder, zwölf Mitspieler und absolute Schweigepflicht. Niemand sonst an dem einsam gelegenen Eliteinternat darf von dem Spiel wissen. Wer „gekillt“ wird, ist raus. Cates Alltag ist ab sofort von boshaften Eskapaden geprägt. Doch bald wird aus den spielerischen Drohungen gefährliche Realität. Jemand hat es auf sie abgesehen. Und Cate hat nur eine Chance zu entkommen: Sie muss die wahre Identität ihres Peinigers herausfinden, bevor der sie erwischt.

Meine Güte, was für ein Buch! Ich habe eine gute Geschichte erwartet, wurde aber von einem Tornado aus Lügen, falschen Fährten und großartigem Katz-und-Maus-Spiel förmlich mitgerissen. Eine großartige Idee wurde hier noch grandioser umgesetzt. 

Cate geht auf Eliteinternat und ist stolz wie Oskar und unglaublich glücklich, dass sie in diesem Jahr auserwählt wurde, "Killer" spielen zu dürfen. "Killer" ist praktisch wie Mord im Dunklen und wird von einer elitären Gruppe gespielt. 11 Spieler (oder auch unerwartete 12) sind potentielle Opfer, einer ist der "Killer" und muss nun möglichst spektakulär und einfallsreich die anderen "umbringen". Also theoretisch umbringen, nicht wirklich. Und deshalb fängt erst alles noch ganz harmlos an, mit "Blut" das aus dem Duschkopf läuft und ähnlichen Dinge, doch bald stellt sich heraus, dass jener Killer eher praktisch veranlagt ist und weniger theoretisch und somit seine Aufgabe dann doch etwas zu ernst nimmt. Und hier geht es erst richtig los... Ich hatte auf circa jeder 2. Seite einen Anderen in Verdacht, der Killer zu sein, nur um dann 5 Seiten später wieder daran zu zweifeln, weil dann irgendwie alles nicht mehr zu meinen Theorien passte. Und gerade dieses hat Kirsty McKay so brilliant umgesetzt. Alle sind verdächtig. Ausnahmslos alle. Man wird nicht auf eine bestimmte falsche Fährte geführt, wie es in Thrillern so oft der Fall ist, sondern gleich auf gefühlte 362! 

Besonders hat mir auch der Extra-Aspekt des Online-Programms gefallen. Vaughan, ein Kindergartenfreund von Cate, der plötzlich im Internat auftaucht, hat ein Programm geschrieben, dass es allen der Gruppe ermöglicht, untereinander zu kommunizieren ("normales" Internet ist rar gesäht im Internat). Jeder meldet sich mit einem Nicknamen an, ohne, dass die anderen wissen, wer zu welchem Nick gehört und auch ohne, dass der Leser es weiß. Gerade das bringt noch einmal extra Spekulationsstoff. Und was soll ich sagen: ich lag hoffnungslos daneben mit meinen Vermutungen, aber gerade das macht auch den Reiz dieses Buches aus. 
Nichts ist offensichtlich, jeder ist verdächtig!

Wer gerne Thriller liest, wird hier mit Garantie bestens unterhalten. Bis zum Schluss wird man an der Nase herumgeführt und das auf eine großartige Art und Weise. Eine glasklare Kaufempfehlung!





Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

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