[Rezension] Mein Herz wird dich finden - Jessi Kirby




Autorin: Jessi Kirby
Titel: Mein Herz wird dich finden
Originaltitel: Things We Know by Heart
Seitenanzahl: 368
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: S. Fischer
Buch oder Netflix? Netflix





Eine Liebe, die tragisch endet.
Eine neue Liebe, die tragisch beginnt. 
Ein Herz, das nicht aufhört zu lieben.
Und am Ende der Tränen: das Glück.

400 Tage ist es her. 
Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor 400 Tagen hat Noah eine zweite Lebenschance bekommen. 
Als sie einander begegnen, spüren sie beide sofort, dass sie zusammen gehören. 

Doch nur Mia weiß, dass Noah ihr niemals begegnen wollte. Dass sie gegen seinen ausdrücklichen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Dass Noah niemals wissen wollte, wer vor 400 Tagen ums Leben gekommen ist. Weil es irgendwie nicht richtig ist, dass er weiterleben darf – nur weil jemand anderes gestorben ist. 

Doch für Mia ist es, als wäre die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Als wäre das Leben wieder bunt und schön. Und als hätte sie Noah nicht verschwiegen, dass sie einander nur begegnet sind, weil sie wissen wollte, wer der Mensch ist, der das Spenderherz ihres Freundes bekommen hat. Doch wie glücklich darf sie nach Jacobs Tod eigentlich sein? Und wann wird aus Schweigen … Verrat? 

Mia muss Noah erzählen, wer sie ist. Aber was bedroht ihre Liebe mehr? Eine Lüge – oder die Wahrheit?


Das Cover ist ein Traum, der Klappentext hörte sich so toll an, die positiven Rezensionen auf Amazon und vielen Blogs überschlugen sich und dementsprechend bin ich dann auch mit großen Erwartungen an dieses Buch gegangen, die aber leider so überhaupt nicht erfüllt wurden. 

Gut gefallen haben mit die Zitate am Anfang der einzelnen Kapitel. Mal sind es Zitate berühmter Leute über das Herz oder Ausschnitte wissenschaftlicher Artikel über das Herz an sich oder auch über die Organspende eines Herzens. Eine tolle Idee, die noch mal etwas extra Information liefert.

Den Anfang fand ich wunderbar. Fast schon poetisch kommt die Beschreibung des Unfalls daher und auch Mias Gefühle wurden dabei großartig transportiert. Eine bedrückende Stimmung stellt sich ein, die gut zur Situation passt. Bis dahin hat mir das Buch gut gefallen. die ersten 20 bis 30 Seiten waren vielversprechend. Dann wird es aber leider sehr oberflächlich, was vor allem bei dem Hauptthema der Organspende schade ist, denn gerade damit hätte man so viel mehr machen können. Die Geschichte plätschert irgendwie mehr oder weniger motiviert vor sich hin, es passiert nicht wirklich etwas. Selbst der etwas zu sehr gewollt wirkende Spannungsaufbau am Ende ist vorhersehbar. 

Auch wenn ich natürlich verstehen kann, dass Mia schreckliches durchgemacht hat, ist sie mir einfach zu wehleidig, zu depressiv, zu nervig. Ich habe sonst nichts gegen diese Art von Charakteren, aber in diesem Fall hat es mich nur genervt. Ich konnte absolut keine Beziehung zu ihr aufbauen, sie war das ganze Buch hindurch (mit Ausnahme der bereits erwähnten 20 bis 30 ersten Seiten) eine für mich sehr unsympathische Protagonistin. Und wenn ich schon mit der Protagonistin nicht warm werde, dann ist es natürlich auch schwer, dem Rest des Buches noch irgendwie etwas positives abzugewinnen. 
Ähnlich ging es mir auch bei Noah, der leider teilweise eher den Eindruck eines Nebencharakters machte, weil Mia sich so extrem in den Vordergrund drängte, dass für ihn gar kein Platz mehr war. Ich hätte gerne mehr über die Transplantation gewusst, aus seiner Sicht. Da hat die Autorin, wie oben schon erwähnt, wirklich einiges an Potential verschenkt. 

Die Liebesgeschichte zwischen Mia und Noah baut sich langsam auf, was zur Glaubwürdigkeit beiträgt. Allerdings konnte mich auch diese Liebesgeschichte so überhaupt nicht abholen. Ich habe nicht mitgelitten, mitgelacht oder mitgeheult (und ich tendiere dazu, sehr nah am Wasser gebaut zu sein). Letztendlich war es mir egal, was mit den Beiden passiert und das ist wohl das Worst-Case Scenario, das mir als Leser passieren kann. 

Konnte mich leider überhaupt nicht berühren und war eines der wenigen Bücher, bei denen mir die Hauptcharaktere total egal waren.





Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

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