[Rezension] Zwei in einem Traum - Lucy Keating




Autorin: Lucy Keating
Titel: Zwei in einem Traum
Originaltitel: Dreamology
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsdatum: 15. April 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: one
Buch oder Netflix? Buch!





Solange Alice denken kann, träumt sie Nacht für Nacht von Max. In echt hat sie ihn noch nie getroffen, doch in ihren Träumen sind sie unsterblich ineinander verliebt. Bis Max eines Tages vor ihr steht. Doch im echten Leben ist er abweisend und hat eine Freundin – nicht gerade die perfekten Voraussetzungen für ein Happy End. Max und Alice beschließen, ihre gemeinsamen Träume zu beenden. Doch wie geht das? Und kann man die große Liebe einfach so in den Wind schlagen?

Was für ein wunderbares Buch! Ich habe es in einem Rutsch gelesen und bin immer noch ganz hin und weg.

Alice ist eine wunderbar lustige und schräge Protagonistin. Ironisch, und ein bisschen zynisch kommt sie daher und bringt ihren Traummann gleich mit. Und dieser ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Traummann, denn Max kennt sie nur aus ihren Träumen. Dort erleben die beiden die haarsträubendsten und surrealistischsten Dinge. 
Gerade die Traumsequenzen hat Lucy Keating einfach nur genial beschrieben, denn in den Träumen passieren genau solche seltsamen und total abstrusen Dinge, wie sie in Träumen nun mal geschehen. Da wird dann zum Beispiel aus einem Boot auf einem Fluss auch mal ein Fruit Lopp auf einem Strom aus Milch. Diese Traumsequenzen sind wunderschön beschrieben und fügen sich logisch in die Haupthandlung ein, denn sie zeigen auch immer ein kleines Stück weit, wie sich Alice gerade fühlt und wo sie in ihrer Beziehung mit Max steht. Das wird auch gerade in letzten Teil des Buches deutlich.

Der Traummann ist allerdings ein Mann Fleisch und Blut, wie Alice feststellen muss, als sie an eine neue Schule kommt und er plötzlich vor ihr steht. Max allerdings scheint sie nicht zu erkennen und zeigt ihr erstmal (inklusive Freundin im Arm) die eiskalte Schulter. Doch Alice lässt nicht locker und findet bald heraus, dass Max sie genauso aus seinen Träumen kennt. Doch warum ist das so? Warum träumen die Beiden voneinander? Dieses wollen sie nun zusammen herausfinden.
Die Beziehung der beiden Protagonisten im wirklichen Leben wie auch im Traum hat die Autorin einfach nur wunderschön beschrieben. Gerade die vorsichtige Annäherung im wirklichen Leben ist toll zu lesen. Beide kennen sich ja eigentlich in- und auswendig aus ihren Träumen, aber trotzdem lernen sie sich im wirklichen Leben noch einmal auf einer ganz anderen Ebene kennen. Die Entwicklung der Beiden war nachvollziehbar und auch Alice' Gefühlswelt wurde überzeugend beschrieben. 

Doch nicht allein Alice und Max sind tolle Charaktere! Gerade die Nebencharaktere machen dieses Buch auch so besonders. Allesamt sind sie schräg, aber sehr liebenswert. Ob es nun Alice' Vater ist, der gerne mal in seiner eigenen Welt lebt und wissenschaftliche Weisheiten von sich gibt, oder Oliver, ein Freund (oder auch mehr?) von Alice, der unheimlich sympathisch und gleichzeitig witzig ist. Nicht zu vergessen einen bestimmten Herrn (von dem ich nicht sagen werde, wer er ist, um nicht zu spoilern), der nur in Sportklamotten ins Büro kommt. Gerade diese Nebencharaktere haben dafür gesorgt, dass ich die ganze Zeit ein Schmunzeln auf den Lippen hatte.

Ein wunderbar lustiges und gleichzeitig auch gefühlvolles Buch, dass ich auf jeden Fall empfehlen kann!




Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

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