[Rezension] Küsse niemals einen Rockstar - Natascha Kribbeler




Autorin: Natascha Kribbeler
Titel: Küsse niemals einen Rockstar
Originaltitel: Küsse niemals einen Rockstar
Seitenanzahl: 300
Erscheinungsdatum: 17. Juni 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: Forever
Buch oder Netflix? Netflix





Luna und Leon sind schon ewig zusammen. Doch Luna merkt, dass sie nicht mehr glücklich damit ist, an den Wochenenden auf Leon zu warten, während er mit seinen Freunden feiert. Als er sie dann auch noch betrügt, und das nicht zum ersten Mal, macht sie endgültig Schluss. Schließlich hat sie gerade auch den attraktiven Mika kennen gelernt, der so ganz anders ist als der spießige Leon. Er ist entspannt, lustig und zu allem Überfluss auch noch ein begnadeter Gitarrist. Und als Luna mit ihrer besten Freundin Kiki zum Konzert ihrer Lieblingsrockband fahren, traut Luna ihren Augen nicht: Mika steht auf der Bühne und sieht mit seiner Gitarre einfach unheimlich gut aus! Doch Kiki predigt ihr: Küsse niemals einen Rockstar, denn sie sind alle Bad Boys. Schließlich will Luna auch kein x-beliebiges Groupie sein. Aber sie fragt sich, ob sie den Ratschlag ihrer Freundin wirklich befolgen kann …

Dieses Buch zu beenden fiel mir extrem schwer. Oft habe ich 5 Seiten gelesen, habe dann etwas anderes gemacht und habe mich dann wieder zu 5 weiteren Seiten aufgerafft, so dass es mich letztendlich 1 Woche kostete. Dabei lag es keinesfalls am Schreibstil der Autorin, nein, der hat mir sogar gut gefallen, sondern an der Charakteren und deren Verhaltensweisen.

Luna, die Protagonistin, ist seit 5 Jahren unglücklich mit ihrem Freund Leon zusammen. Er verbringt mehr Zeit mit Angeln und seinen Freunden, als mit ihr. Selbst am 5. Jahrestag will er zu einem Angelausflug fahren, anstatt dieses Jubiläum mit ihr zu feiern. Luna wird hier als kleines kuschendes Mäuschen dargestellt. Ganz egal, was Leon macht, sie verzeiht ihm und geht wieder zu ihm zurück, ich würde sie fast schon als hörig bezeichnen. Selbst als sie ihn mit einer Blondine zusammen sieht, ist alles verziehen, sobald er hinterher wieder angekrochen kommt. Dieses macht vor allem keinen Sinn, weil er sie vorher schon betrogen hat und er somit einfach nur sein Programm abzieht. Charaktere mit so wenig Rückgrat regen mich zwar auf, wenn sie allerdings eine Veränderung während des Buches durchmachen, kann das eine sehr spannende Ausgangslage sein. Leider driftet Luna aber im restlichen Buch in andere Verhaltensweisen ab, die sogar noch extremer und noch weniger nachvollziehbar sind.
Dann lernt sie nämlich Mika kennen, der als Gitarrist in ihrer Lieblingsrockband anfängt. Nach einigem hin und her kommen die Beiden dann zusammen und von da an habe ich das Verhalten von Luna absolut nicht mehr verstehen können. Sie verhält sich wie ein kleines Kind, das sofort rumbockt, wenn es nicht bekommt, was es will und nicht wie eine erwachsene Frau. Wenn sie etwas bedrückt, schweigt sie lieber und zickt rum, als einfach mal anzusprechen, was sie stört. Stattdessen spioniert sie Mika hinterher und vertraut ihm überhaupt kein winzig kleines Bisschen, ganz egal, was er sagt. Ich hätte mir gewünscht, dass hier eine Entwicklung stattfindet, dass Luna vom kleines Mäuschen, das nichts sagt, zu einer selbstbewussten Frau wird, aber das Gegenteil ist passiert. Vom kleinen Mäuschen ist sie zur eifersüchtigen Furie geworden.

Mika nimmt ihre Verhaltensweisen einfach hin. Selbst als er herausfindet, dass sie seine SMS gelesen hat, reagiert er da mit Verständnis, trotz des Vertrauensbruchs. Ich hätte mir so gewünscht, dass es zwischen den Beiden mal richtig knallt, dass er ihr die Meinung sagt und sie und ihr Verhalten in die Schranken weist. Er lässt alles mit sich machen, egal wie absurd sie sich verhält, er zeigt keine Reaktion. Ich kenne niemanden, der so ein Verhalten auf Dauer tolerieren würde.

Mehrmals im Buch wird darauf eingegangen, was für Vorurteile Menschen gegenüber "Rockstars" haben, Luna schiebt aber jede Verhaltensweise von Mika darauf, dass er ein Rockstar ist. Er ist nett zu ihr, also denkt sie, er ist es nur, weil er ein Rockstar ist und sie ins Bett bekommen will. Er schmeißt nicht das gleich das Telefon weg, während er in einem Gespräch ist und sie sieht, weil er ein Rockstar ist und in jeder Stadt 5 andere hat. Auch ist ganz egal, was er sagt, sie glaubt ihm nicht. Ihrer Meinung nach lügt er sie sowieso nur an, weil er ein Rockstar ist. Diese total unlogischen Begründungen ziehen sich durch das gesamte Buch. Rockstars werden als komplett zwielichtige, unbrauchbare und nicht vertrauenswerte Spezies dargestellt.

Der Schreibstil hat mir, wie oben schon geschrieben, gut gefallen, aber leider war das auch schon das einzig positive an diesem Buch für mich.

Sie wollte ihn los sein, wollte nicht mal mehr mit dem allerkleinsten Molekül von ihm in Verbindung kommen.
Seite 145 (laut E-Reader)
Dieses Buch war leider überhaupt nicht meins. Zu viele Klischees wurden auf einen Haufen geworfen und die Protagonistin blieb während des gesamten Buches extrem unsympathisch. Allein der gute Schreibstil sorgt für die 2 Chaoskleckse.






Vielen Dank an den Forever-Verlag für das Rezensionsexemplar!


Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen