[Rezension] Vierundzwanzig Stunden - Guillaume Musso




Autor: Guillaume Musso
Titel: Vierundzwanzig Stunden
Originaltitel: L'instant présent
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: Pendo
Buch oder Netflix? Buch!





Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext gehörig an der Nase herumgeführt! Ich habe eine reine Liebesgeschichte mit einem Hauch Dramatik erwartet und habe etwas vollkommen anderes bekommen. Aber wirklich vollkommen anders! Von daher fällt es mir auch schwer, für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, da spoilern hier sehr schnell passiert.

Lisa, die im Klappentext mehr oder weniger als Protagonistin dargestellt wird, ist es gar nicht. Es geht hier nämlich eigentlich um Arthur. Und mit ihm kann man auch gleich im Prolog eine Verbindung aufbauen, wenn man über fragwürdige Lektionen liest, die ihm sein Vater als Kind erteilt hat. Nach diesen wenigen Zeilen war ich schon gepackt und mittendrin. Nach dem Prolog springt die Geschichte dann einige Jahre und setzt wieder bei Arthur an. Er arbeitet als Arzt in einem Krankenhaus und hat kaum Kontakt mit seinem kranken Vater. Dieser besucht ihn eines Tages und fährt mit ihm zum Leuchtturm der 24 Winde, einem Leuchtturm, der von seinem Großvater gekauft wurde, dann an seinen Vater vermacht wurde und immer noch in Familienbesitz ist. Arthurs Vater eröffnet ihm, dass er diesen Leuchtturm erben wird aber nur unter 2 Bedingungen: er verkauft ihn nie und er darf die zugemauerte Tür im Keller niemals öffnen. Da das ja aber natürlich viel zu verlockend ist und nicht nur Arthur, sondern auch ich als Leser nun extrem neugierig war und herausfinden wollte, was sich hinter der Tür versteckt, wird dieser auch bald zu Leibe gerückt. Was dann passiert, habe ich noch nicht mal im Ansatz so erwartet und war von der Idee hochgradig begeistert! Was passiert, werde ich nicht verraten, davon kann sich jeder selbst mitreißen lassen.

Jedem Kapitel ist ein Zitat voran gestellt, das wunderbar zur Gesichte an sich passt und somit immer eine kleine Einstimmung auf das kommende Kapitel gibt. Solche kleinen Details liebe ich in Büchern, besonders, wenn sie so passend gewählt sind wie hier.

Arthur war mir von Anfang an sympatisch. Durch den Prolog, in dem sein Vertrauen in seinen Vater erschüttert wird, habe ich ihn sofort ins Herz geschlossen. Seine Handlungen und seine Gefühle konnte ich durchweg nachvollziehen.
Lisa, die er trifft und sich in sie verliebt, hat mich als Charakter leider überhaupt nicht überzeugen können. Sie ändert ihre Meinung und komplette Grundeinstellung von jetzt auf gleich und wirkte während des gesamten Buches unnahbar, desinteressiert und unsympathisch. Von daher bin ich froh, dass die Liebesgeschichte an sich nur einen kleinen Teil des Buches ausmacht.

Leider war mir am Schluss dann so absolut nicht mehr klar, was ich eigentlich gelesen habe, denn worauf das ganze Buch lang von Arthur hingearbeitet wurde, ist plötzlich über den Haufen geworfen und alles ist erneut ganz anders als zu Anfang gedacht. Ich habe das Ende als etwas lieblos und unbefriedigend empfunden, denn ich hätte mir eine andere, weniger verwirrende und "logischere" Erklärung und Auflösung für alles gewünscht.

Das wollte ich auch gerne weiterhin tun, doch wie soll man kämpfen, wenn man gar nicht weiß, wer eigentlich der Gegner ist?
Seite 148 (laut E-Reader)
Eine tolle Geschichte, die komplett anders war als erwartet, allerdings am Ende nicht mehr überzeugen konnte. Dennoch 4 Chaoskleckse für dieses überraschende Buch!






Vielen Dank an den Piper-Verlag für das Rezensionsexemplar!


Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

1 Kommentar:

  1. Hallihallo Elke,

    wenn nicht gestern dann eben heute ^^
    "Die Buchspringer" fand ich sehr ungewöhnlich aber echt toll geschrieben. Hoffe du kannst es bald von deiner Wunschliste befreien :)
    "Infernale" hab ich ganz vergessen zu listen, schade eigentlich das Buch war echt gut und ich hab es heute schon sehr oft in den TTT´s gesehen. Spricht wohl für sich :D

    Wünsche dir ein schönes Wochenende,
    Tinker

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