[Rezension] Kolibriküsse - Barbara Schinko




Autorin: Barbara Schinko
Titel: Kolibriküsse
Originaltitel: Kolibriküsse
Seitenanzahl: 242
Erscheinungsdatum: 4. August 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: Impress
Buch oder Netflix? Netflix





**Ein romantischer Sommer in der sengenden Hitze Indianas**

Weil ihre Mutter mal wieder auf einem Selbstfindungstrip ist, muss Kenzie für die letzten beiden Schuljahre zu ihrer Schwester ziehen. Das einzig Gute daran: die Autopanne kurz vor dem Ziel, die Kenzie in der sengenden Hitze Indianas eine Begegnung mit dem attraktiven Josh beschert. Kenzie verliebt sich Hals über Kopf in den heißen Farmboy mit den zerzausten Haaren und den kolibrigrünen Augen. Doch obwohl Josh ihre Gefühle scheinbar erwidert, weicht er ihren Flirtversuchen immer wieder aus. Als Kenzie sein Verhalten verstehen will, stößt sie auf ein gefährliches Geheimnis, das plötzlich ein ganz anderes Licht auf Josh wirft…

Dieses Buch hätte so schön sein können, wenn die Protagonistin nicht so unsympathisch gewesen wäre...

Kenzie ist bisher eigentlich nur durch die Gegend geschoben worden und fühlt sich ungewollt. Ihre Mutter begibt von sich von einem Selbstfindungstrip zum Nächsten, ihre Tante, bei der sie bisher gewohnt hat, ist schwanger und braucht ihr Zimmer für das Baby und auch ihre Schwester Page und deren Mann Lloyd scheinen nicht gerade in Jubel auszubrechen, weil Kenzie nun zu ihnen zieht. Kenzie begegnet dieser Situation mit einigem Sarkasmus, doch merkt man, dass sie schon an der Situation zu knabbern hat und es ihr alles andere als leicht fällt, nirgendwo so wirklich erwünscht zu sein. 
Der Einzige, der immer zu ihr gehalten hat, ist Kolibri, ihr Auto. Doch selbst das gibt nun auf dem Weg zu ihrer Schwester den Geist auf. Zu ihrem Glück allerdings kommt ein gut aussehender Kerl vorbei und hilft ihr. Dank seiner kolibrigrünen Augen ist es dann auch gleich um sie geschehen und ihre Freude könnte nicht größer sein, als sie ihren Retter, der übrigens Josh heißt, in ihrer neuen Schule wiedersieht. 

Und von diesem Moment an hat Kenzie jegliche Sympathien, die ich für sie hatte, verloren.
Sie entwickelt sich zu einer Stalkerin sondergleichen. Wäre Josh zur Polizei gegangen, sie hätte sofort eine Bannmeile bekommen. Ich habe selten eine so penetrante, nervende und total unreife Protagonistin erlebt. Da wird dann mal in Häusern rum geschnüffelt, weil ja die Haustür nicht abgeschlossen war. Macht ja Sinn, da kann man da ja einfach rein, stört doch niemanden! 
Doch mal davon abgesehen, dass fremdes Eigentum nicht gewürdigt wird, so ist Kenzie schlicht und einfach hormongesteuert. Sie ist einfach nur scharf auf Josh, aber Romantik oder Verliebtheit ist da nicht im Spiel. Letztendlich sind da keine Gefühle zwischen ihr und Josh, ich hatte ohnehin das Gefühl, dass Josh den Dates nur zustimmt, weil er nicht weiß, wie er dieses penetrante Mädchen loswerden soll. Ich hatte Mitleid mit ihm, denn ihn habe ich als Charakter wirklich sehr gerne gemocht und er hätte definitiv etwas Besseres als Kenzie verdient! Da diese "Liebesgeschichte" nun aber der Hauptteil des Buches ist, war ich sehr enttäuscht, dass die Autorin diese nicht sehr viel überzeugender beschrieben hat.

Doch auch die Geschichte um Danny, den Cousin von Josh, der gestorben ist, ist wenig mitreißend. Schon früh war mir klar, was dahinter steckt und somit war dort auch wenig Spannung vorhanden. Ich empfand es eher als sehr unglaubwürdig.


Aufgrund der extrem unsympathischen Protagonistin, der nicht rüber gebrachten Gefühle und der unglaubwürdigen Geschichte um Danny, kann ich nicht mehr als 2 Chaoskleckse geben.







Vielen Dank an den Impress-Verlag für das Rezensionsexemplar!


Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

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