[Rezension] Shadow Twins - Veronika Mauel




Autorin: Veronika Mauel
Titel: Shadow Twins. Zwischen Himmel und Hölle
Originaltitel: Shadow Twins. Zwischen Himmel und Hölle
Seitenanzahl: 314
Erscheinungsdatum: 4. August 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: Impress
Buch oder Netflix? Netflix





**Double trouble**

Aus einer Großstadt aufs Land ziehen zu müssen, käme für jeden Teenager einer Strafe gleich. Aber wenn man wie Mia ein 17-jähriges Berliner Punkmädchen ist, kann die Oberpfalz nur die Hölle auf Erden sein. Mit ihren pinken Haare fällt sie jedem an ihrer neuen Schule direkt auf – und den beiden Zwillingsbrüdern Nathan und Aleksander auch direkt ins Auge. Wie gefährlich es ist, das Interesse der beiden mit Abstand bestaussehenden Jungen der Schule zu wecken, versteht Mia jedoch erst, als es schon fast zu spät ist. Denn Nathan und Aleksander sind nicht nur der Traum aller Mädchen, sondern stammen auch nicht von dieser Erde. In ihre Fänge zu gelangen, könnte Mia mehr als nur ihr Herz kosten…

Ich bin bei diesem Buch hin und her gerissen. Der erste Teil gefiel mir außerordentlich gut, der zweite allerdings so überhaupt nicht mehr.

Mia, die Protagonistin zieht mit ihren Eltern von Berlin nach Schwarzendorf und ist alles andere als glücklich darüber. Aus Protest färbt sie sich die Haare pink und zieht damit nicht nur den Zorn ihrer Eltern, sondern auch den Spott der neuen Klassenkameraden auf sich. War sie in Berlin noch cool, so ist sie dort nun eher der Freak, was ihr schon sehr zu schaffen macht.
Mia hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie hat ihren eigenen Kopf und ist eine starke Persönlichkeit. Besonders ihrer Mutter, die extrem aufs Aussehen achtet und der es wichtiger als alles Andere ist, was andere von ihr und ihrer Familie denken, bietet sie die Stirn. Sie bleibt sich selbst treu, auch wenn ihre Hormone bald gehörig durcheinander gewürfelt werden.

An der neuen Schule trifft sie nämlich auf die Le-Vrai-Zwillinge Aleksander und Nathan, die von der gesamten weiblichen Schülerschaft angeschmachtet und von der männlichen bewundert werden. Beide sind prinzipiell erstmal Kotzbrocken und mit Beiden bin ich absolut nicht warm geworden. 
Nathan ist der typische Bad Boy, wie er im Buche steht. Egoistisch, eingebildet, verletzend, abwertend... Aleksander, bei dem Mia dann auch schnell weiche Knie bekommt, ist da ruhiger als sein Bruder, geringfügig freundlicher und trotz allem immer noch extrem unsympathisch. 

Bald häufen sich die seltsamen Vorkommnisse und wie Mia herausfindet ist nun schon das 6. Mädchen innerhalb von 2 Monaten in die Psychiatrie eingewiesen worden. Deshalb schließt die Schule eine Woche eher, so dass für die Schüler ein Sommercamp angeboten wird, um diese langen Sommerferien zu überbrücken. Und dort nehmen dann die seltsamen Vorkommnisse ihren Lauf.
Dieser Mystery-Aspekt hat mir sehr gut gefallen. Zwischendurch werden immer kleine Szenen eingestreut, die noch neugieriger auf die Auflösung machen und mich erstmal wilde Vermutungen anstellen ließen.

Leider gefiel mir das Buch dann aber gerade von dieser Auflösung an, bei der man erfährt, was da vor sich geht, so überhaupt nicht mehr. Alles wird einfach too much, ist zu abgehoben, zu pathetisch (vor allem die Unterhaltung von Aleksander mit seiner Mutter), Unterhaltungen wirken sehr gekünstelt, besonders die zwischen Aleksander und Mia, die er (warum auch immer) durchgängig mit "Kleiner Stern" anredet, was nach einiger Zeit einfach nur noch nervt.
Letztendlich hat mich Aleksander in der zweiten Hälfte des Buches so sehr genervt, dass mir sogar Nathan sympathischer war, was von der Autorin so bestimmt nicht gewollt war.
Dementsprechend konnte ich auch der Liebesgeschichte zwischen den Beiden nichts abgewinnen, was die Lesefreude dann noch mehr schmälerte.


Die erste Hälfte des Buches war sehr sehr gut, doch leider musste ich mich durch den Rest durchkämpfen. Sehr schade!







Vielen Dank an den Impress-Verlag für das Rezensionsexemplar!


Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

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