[Blogparade] Meine Geheimtipps





Aleshanee von Weltenwanderer hat eine großartige Blogparade ins Leben gerufen, bei der es darum geht, maximal 5 Bücher vorzustellen, die bisher eindeutig nicht die positive Aufmerksamkeit bekommen haben, die sie verdienen. Echte Geheimtipps eben! Und da ich sowieso ein Herz für alle vernachlässigten Bücher habe, bin ich doch gerne dabei!
Die Definiton eines Geheimtipps ist jetzt natürlich Auslegungssache und einige Bücher mögen auch nicht total unbekannt sein, aber solange sie nicht gänzlich Mainstream sind und mein Buchliebhaberherz höher schlagen lassen, nehme ich sie hier mit in die Liste auf.





Autor: Stefan Beuse
Titel: Wir schießen Gummibänder zu den Sternen
Verlag: CulturBooks (Neu nur als E-Book erhältlich, das Taschenbuch gibt es aber noch gebraucht bei Amazon für Centbeträge!)
Erscheinungsdatum: 4. Oktober 2013 (Erstmals 1997 erschienen)
Geheimtipp, weil: ich dieses Buch liebe. Selten habe ich etwas gelesen, dass mich so berührt und zum Nachdenken gebracht hat. Gelesen habe ich dieses Buch schon gefühlte 50 Mal und jedes Mal ist es wieder besonders. Ich könnte das halbe Buch zitieren, weil Stefan Beuse einen einfach nur grandiosen Schreibstil hat. Dabei passiert in den Geschichten eigentlich gar nicht viel. Alltäglicher könnte es kaum sein, was beschrieben wird, aber die Art, wie es erzählt wird, ist einfach nur großartig. Und da fällt mir gerade auf, dass ich zu diesem Buch noch gar nichts auf meinem Blog geschrieben habe. Das werde ich schleunigst nachholen!
Klappentext: Kurios und verspielt, verblüffend und verquer, so setzen diese Geschichten ein. Sie tauchen ab in die Welt der Alltagsobjekte, entdecken hinter der scheinbar vertrauten Oberfläche immer wieder poetische Tiefe und überraschenden Witz. Die Figuren der zweiunddreißig kurzen Geschichten ergründen das Geheimnis von Ritter Sport Joghurt, sinnieren über die sieben Möglichkeiten mit Cat Stevens Fußball zu spielen, und lassen sich von einer Kartenabreißerin die aussieht wie Winona Ryder in Bann ziehen.

Sie stehen unbeschrieben und überfordert in einer Welt, die nur aus Waren, Etiketten und Idolen besteht. Mal schwebend-melancholisch, mal grotesk und urkomisch offenbaren sie den ethnologischen Blick aus der Ferne auf das Vertraute. Stefan Beuses Sätze strahlen, leuchten und funkeln. Als wären die Dinge des täglichen Lebens nicht Alltag, sondern kostbarstes Gut.

»›Du bekommst Deine Pizza‹«, sagte ich, aber das war, als würden wir Gummibänder zu den Sternen schießen und darauf hoffen, irgendwann einen zu treffen.







Autorin: Sarra Manning
Titel: Adorkable - Zwei, die sich hassen … und lieben
Verlag: bloomoon
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2013
Geheimtipp, weil: dieses Buch mich zum Kichern, Schluchzen, hysterisch Gackern, bitterlich Weinen und glückselig Grinsen gebracht hat. Sarra Manning erzählt die Geschichte total ungeschönt. Es werden keine Klischees bedient und ich habe selten eine so unromantisch geschriebene Geschichte gelesen, aber gerade das macht dieses Buch so echt und glaubhaft.
Klappentext: Ein Mädchen, das nirgends reinpasst, ein Junge, auf den alle stehen - die Rollen wurden klar verteilt: Sie ist eine Außenseiterin, ein Dork in seltsamen Klamotten, dem keiner zuhört. Er ist der Star der Schule - und unendlich glücklich! Oder?

Nein! Im echten Leben ein Freak, der von seinen Mitschülern misstrauisch beäugt wird, ist Jeane im Netz eine eigenwillige Blogging-Queen und ihrer Generation weit voraus: Mit ihrem Blog „Adorkable“ zelebriert sie ein Stück Jugendkultur, das anders ist. Und in dem sich Millionen von Followern wiederfinden. Kein Wunder, dass sie und Michael Lee, der allseits beliebte Teenie-Schwarm, der sich in seinem goldenen Leben langweilt, sich gegenseitig die Hölle heiß machen. Eine Katastrophe allerdings, als es im Eifer des Gefechts zum ersten Kuss kommt. Und noch schlimmer, dass die beiden gar nicht mehr aufhören können, einander zu küssen... Eine „unmögliche“ Lovestory – aber auch eine herrlich unangepasste Geschichte über das Anderssein und die Chancen, die sich dahinter verbergen.







Autor: Steven Herrick
Titel: Wir beide wussten, es war was passiert
Verlag: Thienemann
Erscheinungsdatum: 15. Juli 2016
Geheimtipp, weil: ich ein Fan von Büchern bin, die anders sind. Sei es nun durch das Thema oder wie hier durch den Schreibstil. Das gesamte Buch ist so geschrieben, wie der Klappentext. War ich anfangs skeptisch, wie das funktionieren soll, wie war jede Skepsis in dem Moment verschwunden, als ich die erste Seite begann. Durch das besondere Format bekommt die Geschichte einen ganz anderen Lesefluss. Mir ist aufgefallen, dass ich ganz anders gelesen habe. Weniger einen Satz nach dem anderen weg, wie bei normalen Büchern, sondern viel mehr leicht rhythmisch, wobei Zeilenumbrüche teilweise sehr geschickt gesetzt wurden, denn so hat sich eine ganz andere Satzmelodie und auch Stimmung ergeben. Durch das Format bekommt die Geschichte automatisch etwas lyrisches und wird somit zu einer ganz besonderen Leseerfahrung.
Klappentext: ... und wie ich mich abmühte,
selbstsicher zu erscheinen.
Und er antwortete: Ja, toll.
Und ich sagte auch: Toll.
Und danach machte ich mich
wieder ans Wischen
und versuchte zu wirken,
als wenn nichts passiert wär,
obwohl wir beide wussten,
es war was passiert. 







Autorin: Patrick Ness
Titel: Das Morgen ist immer schon jetzt
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 27. Juni 2016
Geheimtipp, weil: ich die Idee großartig finde, einen Roman aus der Sicht von 08/15-Jugendlichen zu schreiben, die eben nicht die Helden sind und gar nichts davon merken, dass die Welt schon wieder kurz vor dem Abgrund steht. Ich liebe diese Perspektive und den grandiosen Humor, der hauptsächlich in Form von Sarkasmus und Ironie daherkommt.
Klappentext: Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist.







Autorin: Moira Fowley-Doyle
Titel: Wenn der Sommer endet
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 27. Juni 2016
Geheimtipp, weil: ich nicht verstehen kann, wie dieses Buch nicht mindestens 300 überschwängliche Bewertungen bei Amazon haben kann! "Wenn der Sommer endet" ist mein allerliebstes Lieblingsbuch und darf hier deswegen nicht fehlen. Die Hälfte der Sätze dieses Buches würde ich gerne einrahmen und mein Wohnzimmer damit tapezieren. Einfach nur wunderschön, poetisch und tiefgründig. Dieses Buch ist ein Juwel und so besonders. Ich würde es gern jedem schenken, der mir über den Weg läuft!
Klappentext: So lasst uns die Gläser erheben auf die dunkle Zeit … Die dunkle Zeit, wie die 17-jährige Cara, ihre Schwester Alice und ihre restliche Familie es nennen, scheint wie ein Fluch, der sie einmal im Jahr für ein paar Wochen heimsucht. In diesem Zeitraum passieren Unfälle, geliebte Menschen sind schon gestorben. Und dieses Jahr soll es eine der schlimmsten dunklen Zeiten werden, prophezeit Caras Freundin Bea. Mysteriöse Dinge geschehen und bald weiß Cara nicht mehr, was Traum und was Realität, was Magie und was echt ist. Die Grenzen verschwimmen, und als lange vergessene tragische Ereignisse ans Licht kommen, könnte es für Cara, ihre große Liebe Sam und ihre Schwester Alice schon zu spät sein …



Wie sieht es bei Euch aus? Kennt ihr eines der Bücher? Oder hat Euch eines neugierig gemacht?
Ich freue mich auf Eure Kommentare!


Das Copyright der Klappentexte und Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen!

Kommentare:

  1. Hi!

    Erstmal vielen Dank fürs mitmachen und vorstellen! Ich kenne kein einziges der Bücher und ich glaube, dass ich sie noch nicht mal irgendwo gesehen hab.
    Nur "Wenn der Sommer endet" kommt mir irgendwie bekannt vor, aber vielleicht auch wegen der fallenden/schwebenden Frau, da gibts ja doch einige Cover mit dem Motiv ^^

    Eigentlich treffen sie alle so gar nicht mein Beuteschema, aber genau deshalb ist die Blogparade toll, so lerne ich auch mal neues kennen :)

    Am meisten spricht mich das von Patrick Ness an (ist doch der gleiche, der 7 Minuten nach Mitternacht geschrieben hat?) und "Wenn der Sommer endet". Vom Cover her sprechen sie mich ja gar nicht an, aber das was du beschreibst und der Klappentext machen mich neugierig!

    Deinen Beitrag hab ich notiert und alle gesammelt gibt es dann am 7. Juli in einem Post auf meinem Blog ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hallo liebe Aleshanee :)
    Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!
    "Wenn der Sommer endet" ist durchaus auf einigen Blogs rezensiert worden. Ich denke, es ist wahrscheinlich das bekannteste Buch meiner Liste, es ist Dir also wahrscheinlich tatsächlich schon mal über den Weg gelaufen. Dennoch verdient dieses Buch viel, viel, viel mehr Aufmerksamkeit! (Da werde ich gleich schon wieder ganz aufgeregt und will das Buch an jeden verteilen, den ich treffe ;) )

    Und ja, Patrick Ness hat auch "7 Minuten nach Mitternacht" geschrieben. Das habe ich zwar noch nicht gelesen, es ist aber auch gleich auf meiner Wunschliste gelandet.

    Ich freue mich schon auf den Abschlußpost!
    Liebe Grüße
    Elke

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  3. Hallo,
    Wenn der sommer endet und Adorkable sind auch gleich mal auf meine WuLi gelandet. ;-)
    Gute Zombieromane habe ich noch 3 gelesen. 900 Meilen-Jonathan Davis, war sehr spannend, Infektion-Ben Trip fand ich teilweise etwas in die Länge gezogen, aber es hat ein interessantes Ende, finde ich auch lohnenswert und der Tod ist ein Versprechen-Kerem Gabriel, hat mir auch gut gefallen. Ach Urlaub in der Apokalypse-Stefan Kress, fand ich auch noch gut. Der Kerl will nur überleben ohne gross auf Konfrontation mit den Zombies zu kommen. Macht er ganz gut.
    Äh
    Die Flesh-Triologie von Mira Grantist auch gut - spielt aber nach der Zombieapokalypse - habe aber nur Band 1 bis jetzt gelesen.

    So - das soll es aber wirklich gewesen sein.
    Schönes langes Wochenende.

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